Sabine Veit

In meinen Geschichten treffen Traumwelten, Magie und Dunkelheit auf Hoffnung und menschliche Stärke.

Tiefgründig, literarisch – und unwiderstehlich geheimnisvoll.

Mystery Thriller

Vor fünfzehn Jahren starb Reginas Vater nachts im Hexenmuseum von Leinthal. Herzinfarkt, hieß es.

Als sie in seinem Nachlass eine verborgene Akte findet, bricht eine andere Wahrheit auf: Zeitungsausschnitte von Katastrophen. Tsunamis. Erdbeben. Explosionen. Daneben: handschriftliche Notizen. „Caligo wächst.” „Die Elemente außer Kontrolle.”

Ihr Vater war etwas auf der Spur. Etwas, das nicht will, dass die Wahrheit ans Licht kommt.

Regina beginnt zu graben. Und stößt auf die Dignita – Hüterinnen eines Wissens, das die Welt längst vergessen hat. Auf Dokumente, die beweisen: Die Inquisition war kein religiöser Wahn. Sie war ein Krieg. Und er ist nie zu Ende gegangen.

Was, wenn hinter den größten Katastrophen der Menschheit nicht der Zufall steckt?

Und was, wenn ihr Vater deshalb sterben musste?

Dezember 2025

Leseprobe

Regina drückte sich in eine Nische und spähte in den schmalen Gang. Kühle Luft strich über ihre Arme. Dabei gab es hier keine Fenster.

Die Wände rechts und links wirkten glatter als zu Hause, fast feucht. Über der Tür am Ende des Flurs flackerte ein grünes Licht.

Vor ihr hasteten zwei Gestalten in schwarzen Umhängen auf die Tür zu. Papa und jemand anderes. Papa legte seine Hand auf den Türknauf. Für einen kurzen Moment zögerte er, als spürte er ihre Anwesenheit. Dann riss er die Tür auf und beide verschwanden dahinter.

Das laute Scheppern, mit dem die Tür ins Schloss fiel, hallte durch den Gang und ließ Regina zusammenzucken. Sie blieb stehen, ihre Finger krallten sich in den Ärmel ihres Pullovers. Sie wusste, dass sie ihm nicht folgen sollte. Aber sie wusste auch, dass sie es tun würde.

Sie trat näher an die Tür, legte die Hand auf den kalten Griff. Zog sie zurück. Was, wenn er schimpfte? Wenn sie etwas sah, das sie nicht sehen durfte? Sie presste sich an die Wand, als könnte sie darin verschwinden. Horchte. Keine Schritte mehr. Kein Geräusch. Nur dieses Summen, irgendwo über ihr das unruhige grüne Licht.

Sie biss sich auf die Lippe. Noch einmal streckte sie die Hand aus – diesmal fester. Die Tür gab nach. Ein kalter Luftzug schlug ihr entgegen – und mit ihm Dunkelheit.

Kommentare der Testleser

Bärbel

das liest sich wie was von Nora Roberts

Kirsten

da taucht man tief ein 

sehr toll alles

Sylvia

WOW!! Was für eine spannende Szene - spannend und schaurig.

Dagmar

saugut! Den Pastor sehe ich jetzt vor mir 🙂

Benachrichtige mich, wenn Caligo erscheint